Guadalajara

Guadalajara

Guadalajara, Guadalajara! Guadalajara, Guadalajara! Tienes el alma de provinciana Hueles a limpio, a rosa temprana. A verde jara fresca del río Son mil palomas tu caserío.
Guadalajara, Hauptstadt des Bundesstaates Jalisco und zweitgrößte Stadt Mexikos, liegt im Westen des mexikanischen Hochlandes, etwa 500 Kilometer westlich der Hauptstadt Mexiko-Stadt. Die Stadt ist ein wichtiger Industrie-, Handels- und Forschungsstandort. Da viele mexikanische Traditionen in Guadalajara ihren Ursprung haben, wird Guadalajara oft als die mexikanischste Stadt bezeichnet. Guadalajara konnte trotz seiner inzwischen 3 Millionen Einwohner seinen kolonialen Charme erhalten. Aufgrund einiger imposanter alter Prachtbauten aus der Kolonialzeit, wird die Stadt auch Perla del Occidente (Perle des Westens) genannt. Besonders hervorzuheben sind die Kathedrale, der Regierungspalast, das Teatro Degollado sowie das Cabañas-Hospiz, ein ehemaliges Armenhaus, das heute ein Kulturzentrum ist und zum Weltkulturerbe zählt.

Guadalajara wird auch „Stadt des ewigen Frühlings“ genannt. Das Klima, das sich in Trocken- und Regenzeit unterscheidet, gilt als eines der besten weltweit: die Sonne scheint sehr oft und es ist das ganze Jahr über grün. Die Temperaturen steigen im Sommer bis zu 32 Grad und im Winter liegen sie zwischen 5 und 24 Grad. Von Mai bis Juni ist Regenzeit, wobei es insbesondere zwischen Juni und September auch mehrere Regentage am Stück geben kann.

Die Gründung Guadalajaras im Jahr 1532 geht auf den blutigen Eroberungsfeldzug von Nuño de Guzmán während der Conquista zurück. Die nach seinem spanischen Geburtsort benannte Stadt erhielt 1542 von Karl V. die Stadtrechte und entwickelte sich schnell zu einer der „spanischsten“ Städte Mexikos, weil bei der Eroberung ein Großteil der indianischen Bevölkerung ermordet wurde und die wenigen Überlebenden die Flucht ergriffen.

Da Guadalajara in der Nähe der großen Bergbauindustrie des Bajío lag, entwickelte sich der Ort zum Handels- und Wirtschaftszentrum der Region.

Beim Zerfall des spanischen Weltreichs unterstütze Guadalajara die Unabhängigkeitsbewegung Hidalgos und fungierte sogar kurzzeitig als Hauptstadt. Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Guadalajara die zweitgrößte Stadt der Republik und als in den 20er Jahren die Eisenbahnverbindung mit Kalifornien fertig gestellt wurde, stand dem Fortschritt nichts mehr im Wege. In jüngerer Vergangenheit haben Massenabwanderungen aus Mexiko-Stadt und Maßnahmen zur industriellen Dezentralisierung die Einwohnerzahl stark anschwellen lassen.

Guadalajara ist nicht nur Anziehungspunkt für Touristen, sondern auch für Austauschstudenten, Praktikanten und Arbeitssuchende aus der ganzen Welt. Gründe dafür sind neben der wirtschaftlichen Dynamik insbesondere das vielfältige Kulturangebot sowie das internationale Flair der Stadt. Zu den kulturellen Highlights gehören die internationale Büchermesse, die zweitgrößte weltweit, das Filmfestival und das Festival de Mayo, ein buntes kulturelles Spektakel mit Theater, Musik und bildender Kunst. Wenn man abends in Guadalajara ausgehen möchte, ist für jeden Geschmack etwas dabei. Das Angebot ist sehr vielfältig: kleine, gemütliche Cafés mit gutem Kaffee und Speisen über Bars, in denen es Konzerte gibt, bis hin zu kleinen und großen Clubs. Eine Besonderheit Guadalajaras sind die so genannten pulquerías, kleine Kneipen für junge Leute, in denen das prähispanische Getränkpulque getrunken wird und kleine Ausstellungen von lokalen Künstlern bestaunt werden können.

Kunstliebhaber kommen in Guadalajara nicht zu kurz. Es gibt viele Museen und zahlreiche Ausstellungen bekannter mexikanischer Künstler. Außerdem lebte hier der Maler José Clemente Orozco, mit Diego Riviera einer der bekanntesten revolutionären Künstler Mexikos. Seine weltberühmten Wandgemälde schmücken viele öffentliche Gebäude der Stadt.

Für diejenigen, die sportlich aktiv werden möchten, bietet Mexiko und Guadalajara etwas Besonderes: Dreimal pro Woche wird abends eine Fahrradtour durch die gesamte Stadt organisiert. Nach der zweistündigen Fahrt kann man sich bei einem Freiluftkonzert oder Theaterstück ausruhen. Sonntags werden die Hauptstraßen Guadalajaras zwischen 7 und 14 Uhr gesperrt und für Fahrradfahrer, Skater oder Jogger freigegeben – in Mexiko einmalig!

Guadalajara ist eine lebendige Stadt, reich an Sehenswertem, Geschichte und Kultur. Sie gehört zweifelsohne zu den attraktivsten Städten Mexikos und wer Mexiko besucht, sollte es nicht verpassen, diese Stadt kennen zu lernen.

Ungefähr vier Autostunden von Guadalajara entfernt liegt der kleine Pazifikort Sayulita mit seinem ruhigen und gemütlichen Strand. Ein preiswerter Campingplatz bietet die Möglichkeit, direkt in Meeresnähe zu übernachten und die Umgebung zu genießen. Ein Besuch ist wegen des milden Klimas und der vielen Sonnentage besonders attraktiv. Ähnliche Strände wie Sayulita kann man zum Beispiel auch in San Francisco, Tenacatita und Barra de Navidad finden.
Etwa eine Stunde Autofahrt von Guadalajara entfernt gibt es sehenswerte Pyramiden, die so genannten Guachimontones. Deren Besuch kann man gut mit dem Besuch einzelner malerischer Dörfer Jaliscos verbinden. So lohnt sich zum Beispiel eine Fahrt zu den Dörfern Mascota, Sayula und Tapalpa, wo viele Musikfeste stattfinden.

Einen Ausflug nach Tequila (der Schnaps trägt den Namen der Stadt!), das ca. 40 Minuten von Guadalajara entfernt liegt, sollte man sich nicht entgehen lassen. Während einer geführten Bustour hat man die Möglichkeit, verschiedene Destillerien zu besuchen und zu erfahren, wie das typisch mexikanische Getränk hergestellt wird. Selbstverständlich darf man auch probieren. Am Ende dieser Tour können ausländische Besucher Mexiko mit „mexikanischen Augen“ sehen.

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